MONTE BOSCO


Entstanden ist Monte Bosco durch die Fusionsdebatte rund um vier Odenwaldgemeinden, die künftig den Namen Oberzent tragen werden. Statt die once-in-a-lifetime opportunity beim Schopf zu packen und sich einen modernen Namen zuzulegen (logischerweise gefolgt von konkreten Maßnahmen, um der damit gemachten Ansage auch gerecht zu werden), entscheidet man sich zumindest in puncto Namen für den Rückschritt. Für mich ist dies definitiv keine Option, und so kreiere ich meine eigene Welt: Monte Bosco steht für Europa und Weltoffenheit.       

 

Damit wäre auch geklärt, dass Monte Bosco weit über unterschiedliche Sichtweisen in Sachen Namen hinaus geht. Es steht für die Prise Empörung, die uns als Gesellschaft weitestgehend abhanden gekommen zu sein scheint. Was uns dabei helfen kannn, diesen - bisweilen an Fatalismus grenzenden - Zustand zu überwinden, sind Kunst und Kultur als Change Agent und Begleiter auf dem Weg in eine von uns aktiv mitgestaltete Zukunft.  

 

Künstler beim Verlesen des Manifests

Künstler beim Verlesen des Manifests

Monte Bosco

Das Manifest


MONTE BOSCO

 

 

 

Weil die Zukunft einen Namen braucht und weil wir uns einmischen müssen, weil wir Haltung brauchen und den Blick in die Zukunft. Weil es uns alle angeht und weil wir nicht zurückblicken wollen. Was wir brauchen ist der Mut zu neuen Ufern, wenn wir nicht begreifen dass das bereits geschehene unumkehrbar der Vergangenheit angehört und wir aus der Gegenwart für die Zukunft lernen müssen, dann haben wir die einmalige Chance verpasst, die uns das Leben bietet.

 

Wir sind mit Verantwortlich, vielleicht nicht für das bereits Geschehene aber ganz sicher für das bevorstehende. Und wir sind gefordert für die, die noch kommen einen Weg zu ebnen, der die bestmöglichen Vorraussetzungen bietet.

 

Was tun wir dafür, wer treibt uns an, wer stellt die wichtigen und richtigen Fragen? Oder ist uns das alles Gleichgültig? Kennen wir die richtigen Fragen gar nicht, weil wir uns mit der Zukunft

 

gar nicht befassen wollen, geschweige denn die Gegenwart als das wahrnehmen was sie in Wahrheit wirklich ist.

 

Nämlich der Prüfstand zu einem Gesellschaftlich und Kulturellen Miteinander, einem Wagnis dem wir fast tagtäglich gegenüber stehen, ohne es vielleicht wirklich wahrzunehmen. Warum tun wir dies, warum gewinnt man immer mehr den Eindruck, dass vielen das meiste belanglos erscheint, weil Emotionen uns möglicherweise zu uns selbst führen könnten, uns entlarven könnten. Deshalb lassen wir uns lieber täuschen und führen ein Leben, das vor Langeweile nur so trotzt.

 

Dem müssen wir geschlossen entgegentreten, wir sollten handeln und es nicht den anderen überlassen. Jeder trägt die Verantwortung, tagtäglich mit sich und wenn wir diese einfach so ignorieren und verschwenden machen wir uns mitschuldig an den Fehlern. Wir brauchen den berühmten Blick über den Tellerrand. Die Welt geht uns alle an. Wir sind die Welt, wir gestalten sie, wir haben es in den Händen alles ein Stück

 

besser machen zu wollen, zu können, zu müssen.

 

Wir können uns nicht erlauben wegzusehen und wir können uns auch nicht davor verstecken was um uns herum geschieht. Die ständige Auseinandersetzung mit den Geschehnissen der Vergangenheit führt uns unweigerlich zu uns selbst. Sollten wir davor Angst haben. Sollten wir deshalb unseren Blick in das Gewesene verstellen. Sicherlich nicht, die Prüfung des Erlebten, aber auch die Geschichte die uns nicht unmittelbar betrifft, sollte unser ständiger Begleiter sein. Aber das darf nicht dazu führen, den Blick und alles was da kommen mag rückwärts zu richten.

 

Das wäre eine fatale Entscheidung. Wie kann es dazu kommen? Wie kann es sein das die Auflehnung, der Protest, der Widerstand das Aufbegehren nicht mehr existent ist in einer Gesellschaft! Wie kann es sein das wir uns leiten lassen von profanem, von Dingen die unser Leben nicht bereichern, sondern uns eher in die falsche Richtung führt.  

 

Wie können wir uns mit unsäglichem zufrieden geben, wohl wissend dass es uns in die falsche Richtung führt. Wenn wir nicht wachsam sind, uns mit Achtung und Liebe begegnen, mit dafür Sorge tragen das eine Harmonie entsteht, für die wir im kleinen, unserem nächsten Umfeld mitverantwortlich sind, dann werden wir uns mitschuldig machen, an den Fehlern unserer Zeit. Und wir werden eine Bürde hinterlassen, die nur sehr schwer oder gar nicht mehr zu überwinden sein wird. Wir müssen Verantwortung übernehmen für uns selbst und für die, die uns begleiten, uns umgeben und die welche wir nicht sehen. Wir müssen Visionen, Utopien und Träume leben. Wir sollten uns mit den Dingen beschäftigen die uns umgeben. Wir sind die Gestalter, wir sind die Macher, jeder von uns, die Kreativen, die Künstler, wir sind der Kopf.

 

Wir sollten uns engagieren, wir sollten andere mitnehmen, mitreißen, begeistern, das Feuer wecken, wir sollten einfach brennen..

 

Denn wir sind die WELT

 

von links nach rechts: Vor der Enthüllung; der Künstler bei der Enthüllung; das Kunstwerk nach einer Polizeiaktion; das Kunstwerk Tage später..; der Künstler entfernt das aufgeschnittene Leinen; der Künstler verhüllt das Kunstwerk mit schwarzem Stoff; das Kunstwerk trägt Trauer; das Kunstwerk zum jetzigen Zeitpunkt;